Voller Eintrittspreis: 400 HUF

Ermäßigter Eintrittspreis: 200 HUF

 

Kombinierte Eintrittskarte, die in allen 3 Ausstellungen gültig ist:

-voller Preis: 1200 HUF

-ermäßigter Preis: 600 HUF

 

Führung:

In ungarischer Sprache: 1500 HUF

In deutscher Sprache: 2600 HUF

Die deutsche Minderheit in Ungarn – mit beinahe eine Viertel Million Mitgliedern – ist zahlenmäßig die bedeutendste Nationalität unseres Landes. Die landesweite Sammlung, Bearbeitung und Vorstellung seiner materiellen und geistigen Kultur ist die Aufgabe des 1972 gegründeten Ungarndeutschen Landesmuseums. Zuerst wurde die Ausstellung des Museums 1973 in der Nikolaus-Mühle eröffnet. Von hier aus zog sie 1983 nach ihrer Verselbstständigung in die renovierte Nepomuk-Mühle. Die einstige Wassermühle wurde 1758 nach den Plänen von Jakab Fellner gebaut, ihren Namen erhielt sie nach dem Schutzheiligen der Müller und gegen Wassergefahren, nach dem Heiligen Johannes von Nepumuk, dessen aus Holz geschnitzte Statue in naiver Schönheit die Fassade des Gebäudes ziert. Im Hauptgebäude ist der dreistöckige, beinahe 500 Quadratmeter große Ausstellungsraum des Museums. Im ehemaligen Kornspeicher befindet sich das Museusdepot. Das historisch getreu rekonstruierte Mühlwerk und die Geschichte der Mühle werden im Museum in einem Animationsfilm gezeigt.

Postanschrift: H-2890 Tata, Alkotmány u. 1.

Telefonnummer: (+36) 34/381-251

E-Mail: info@kunymuzeum.hu

Wir und die Anderen – so heißt die in 2015 eröffnete neue Dauerausstellung des Museums. Sie präsentiert nicht nur die Kultur der Ungarndeutschen, sondern zeigt vielmehr wie Stereotypen, Vorurteile entstehen, und wie die Mehrheitsgesellschaft die Minderheitenkultur bestimmt. Der Raum Geschichten zeigt das tausendjährige Wechselverhältnis zwischen Staat und unterschiedlichen ethnischen Bevölkerungsgruppen. Ein Zeitstrom der Geschichte schlängelt sich entlang der Bilder. Die Insel, Dämme und abgespaltene Flussarme deuten symbolhaft auf die Geschichtsereignisse. Der Geschichte gegenüber befinden sich Erinnerungsobjekte. Diese wurden von Privatpersonen und Gemeinschaften dem Museum geschenkt. Sie gelten als Symbole der Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit. Der Raum Objekte präsentiert Exponate der Sammlung, die in der Vergangenheit typisch deutsch gegolten haben. Die Ausstellung ruft die Besucher zum Nachdenken darüber, wie Wir und die anderen sind.

„Daniel Stein – Margaretha Keiber 1912“ Die wiederentdeckten Hartauer Möbeln

Die Ausstellung zeigt Zusammenstellungen aus der Hartauer Möbelsammlung des Ungarndeutschen Landesmuseums. Die Hartauern Tischler entwickelten ein besonderer Stil der Möbelbemalung aus, auf den in dieser Ausstellung aufmerksam gemacht wird. Wir wollen einige unserer schönsten und interessantesten Stücken zeigen und haben dafür die Objekten der Brautmitgift und der heiligen Ecke.

Mit der aus den charakteristisch bemalten und geschnitzten Möbeln des 19. und 20. Jahrhunderts zusammengestellten Ausstellung möchte das Museum auf den Reichtum der Sammlung bzw. auf die Bedeutungsvielfalt der ausgestellten Möbelstücke aufmerksam machen. Daneben wird der gesellschaftliche und historische Hintergrund von Hartau, die symbolische Rolle der Mitgiftmöbel und die Veränderung der traditionellen Wohnkultur ebenfalls akzentuiert

Die Ausstellungsstücke sind leicht zu transportieren und werden vom Ungarndeutschen Landesmuseum gerne an weitere Ausstellungsorte verliehen.“ (http://www.zentrum.hu/de/2014/05/wiederentdeckte-hartauer-mobel/)

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