Voller Eintrittspreis: 800 HUF

Ermäßigter Eintrittspreis: 400 HUF

Gruppeneintrittskarte (ab 10 Personen): 650 HUF/Person

Familieneintrittskarte (2 Erwachsene + 2 oder mehr Kinder bis 18 Jahre): 1500 HUF

Kombinierte Eintrittskarte, die in allen 3 Ausstellungen gültig ist:

-voller Preis: 1200 HUF

-ermäßigter Preis: 600 HUF

 

Foto- und Videokarte: 1500 HUF

Hochzeitsfotografieren: 10000 HUF

Die Karte zum Fotografieren kann man an Ort, in der Museumskasse kaufen. Zum Fotografieren gibt es während der Öffnungszeiten keine zeitliche Begrenzung. Die ausgestellten Kunstgegenstandsmöbel dürfen nur als Hintergrund verwendet werden, es ist verboten, die Interieure zu betreten!

 

Führung in ungarischer Sprache:

Bis 10 Personen: 1500 HUF

Von 10 Personen bis 30 Personen: 3000 HUF

Von 30 Personen bis 40 Personen: 4500 Ft

 

MwSt. ist im Preis inbegriffen!

Die Tataer Burg trägt die architektonischen Merkmale von sechs Jahrhunderten an sich. Das steht teils mit ihrer geographischen Lage, teils der Veränderung ihrer Funktion, sowie der Vorstellungen der Eigentümer im Zusammenhang.

Nach einigen Vorstellungen ließ der Großgrundbesitzer István Lackfi seinen neuen Sitz auf den Felsblock im sumpfigen, wässrigen Gebiet errichten, dessen Ruinen nahe dem Südostturm zum Vorschein kamen. Aus dem 14. Jahrhundert blieben nur ein Fußbodenziegel, einige Bruchteile von Ofenkacheln erhielten.

1397 erwarb König Sigismund, der auch deutsch-römischer Kaiser war, die Burg von der mit Untreue bezichtigten Familie Lackfi, wo er mit bedeutenden Bauarbeiten anfing. Der König verbrachte 1409 schon längere Zeit hier, also war zu der Zeit wahrscheinlich der erste königliche Palast fertig. Der Komfort der Burgbewohner wurde durch Hypokaustum-Heizung gesichert, weiterhin wurde das Gebäude mit einem Weinkeller erweitert, den man in den Fels bohrte. Der Keller wurde im 16. Jahrhundert mit Schutt aufgefüllt, so bewahrte er die schönsten Spuren der Burg aus dem 15. Jahrhundert.

König Sigismund, später deutsch-römischer Kaiser, verbrachte laut den Urkunden oft Monate in der Burg, die auch wichtigen diplomatischen Ereignissen ein Zuhause gab. Er übergab die verpfändete Tataer Burg der Familie Rozgonyi, von denen sie erst König Matthias Corvinus 1472 erwerben konnte.

Bonfini beschrieb die Burg als eine der von ihm bekannten, italienischen Wasserburgen ähnelnde Burg. Matthias Corvinus ließ das frühere Gebäude in einen echt Renaissance eingerichteten Palast umwandeln. In den Sälen standen pompöse Öfen mit grüner und gemischter Glasur, von denen einer anhand der Funde rekonstruiert werden konnte. Die Schönheit der Blütezeit der Tataer Burg wird treu durch den Ofen mit grüner Glasur und Ritterfigur wachgerufen. Nach dem Tod von Matthias war die Burg eine beliebte Nebenresidenz des polnischen Vladislav II. Jagiello, es kam zu weiteren Erweiterungen und Verzierungen. Das letzte bedeutende, teils in der Burg abspielende Ereignis war der Landtag im Jahre 1510, während dessen sich das Land an die Liga von Cambrai anschloss.

Nach dem Schlacht von Mohács, der in der ungarischen Geschichte einen Wendepunkt bedeutete, änderte sich die Rolle der Burg völlig: sie wurde ein wichtiger Teil des Grenzburgsystems gegen die Türken, ihre Aufgabe war das Aufhalten der türkischen Truppen gegen Komárom. Dementsprechend errichtete man nach Plänen von italienischen Genieoffizieren die Basteien um die Burg, die auch heute noch zu sehen sind.

Der erste Umbau nach den türkischen Kriegen geschah 1727, als man an deren Platz ein Schloss bauen wollte. 1815 wurde mit dem Umbau des ursprünglich geöffneten Umgangs der sog. jetzige Rittersaal ausgebaut. Während des zweiten großen Umbaus, während der Vorbereitung auf die kaiserlichen Truppenübung 1896 wurde die historisch-romantische, in drei gegliederte neoromanische Fensterreihe des Raumes errichtet.

Seit 1954 befindet sich in der Tataer Burg das Kuny Domokos Museum. Zwischen1964 und 1973 verliefen die Ausgrabung und die Restaurierung zum Baudenkmal.

Postanschrift: H-2890 Tata, Váralja u. 1-3.

Telefonnummer: +36 34/381-251

E-Mail: info@kunymuzeum.hu

 

Römische Steinsammlung

Die römische Steinsammlung des Tataer Museums bewahrt Stücke aus dem Gebiet des Komitats Komárom-Esztergom, die vor allem aus Azaum (Almásfüzitő) an der Donau, Szomód und Környe stammen. Die geschnitzelten Altarsteine, beschrifteten Tafeln und Grabsteine mit Reliefs in der Ausstellung werden im Ruinengarten des Burghofs mit Sarkophagen und anderen Schnitzarbeiten ergänzt. Vor der Burg kann man die schönste Steinhauerei sehen, eine Säule, deren Seiten mit Götterfiguren unter Arkaden verziert sind.

Romai kotar

 

Römische Ausstellung

Aus der Steinsammlung öffnet sich der Raum der Römischen Ausstellung, die den Interessenten die reiche Kombination aus Gebrauchs-, luxuriösen und kultischen Gegenstände des provinziellen Lebens zeigt. Zwischen Terra Sigillata, Flaschen, Bronzestatuen, Keramik- und Bronzegefäßen, Schmuckstücken findet man das interessanteste Stück unserer Ausstellung, die militärische Ziermaske.

Romai kiallitas

 

„Römisches Zimmer“

Im ersten Stock findet man eine einzigartige Sehenswürdigkeit, die volle Rekonstruktion des einst bemalten Raumes, des mit Wandmalerei gezierten Zimmers aus Brigetio. Die Fragmente aus dem 2. Jahrhundert nach Christi wurden 1961 während Fundbergung gefunden. Die Rekonstruktion des Raums mit Fresken wurde nach drei Jahrzehnten Arbeit vor den Besuchern eröffnet. Die Szenenfelder der Wandmalereien im Stil von Pompeji bearbeiten die Themen der griechischen Mythologie.

Rpmai szoba

 

Mittelalterliche Steinsammlung

Neben der römischen Steinsammlung bekamen im Erdgeschoss die schönsten Schnitzarbeiten der Burg aus der Zeit von Sigismund und Matthias, sowie behaute Portale, Bilderabschnitte, Säulenknäufe, Schlusssteine, usw. (12.-13. Jahrhundert) aus der Benediktinerabtei in Vértesszentkereszt Platz.

Kozepkori kotar

 

Mittelalterliche Ausstellung

In dem anschließenden Ausstellungsraum findet man die mittelalterlichen Erinnerungen von Tata und seiner Umgebung, darunter die Okarina (die sog. Schamanenflöte) aus der Zeit der Landnahme. Hier wurden auch das Erinnerungsmaterial des mittelalterlichen Gehöfts und der Rundkirche, die am Rande von Baj ans Tageslicht kamen, ausgestellt, sowie der Makette der ausgegrabenen Gebäude.

Kozepkori kiallitas

 

Tatas Neugeburt

Nach den türkischen Kriegen kam die einstige königliche Burg und Gut in Privatbesitz. 1727 kaufte sie Graf József Esterházy. Damit begann die Entwicklung und Ausbau der Landstädte Tata und Tóváros. Im Raum, der das 18. Jahrhundert vorstellt, findet man neben zeitgenössischen Gegenständen und Gutsdokumente das Porträt des Erwerbers, József Esterházy Landesrichter, kroatischer Ban.

 

Die Geschichte von Tata im 19. Jahrhundert

Die Ausstellung über das 19. Jahrhundert sammelte die Blütezeit des gräflichen Hofes nach 1867, die Erinnerungen der hier organisierten Derbys, des Theaters, das für die Gäste errichtet wurde. An den Wänden zeigen zeitgenössische Gemälde die Aufregungen der Koppeljagden, das Erscheinungsbild von Tata an der Jahrhundertwende.

Tata tortenete

 

Die Zünfte in Tata

In der blühenden Landstadt waren mehrere Zunftkörperschaften tätig, die bedeutendste darunter war die der Wollenreiniger, die auch Tücher anfertigten, aber berühmt waren die Tataer Töpfer und Wassermüller.

In der Ausstellung kann man die Erinnerungen des Körperschaftslebens der Zünfte sehen: Zunfttruhen, Zunftkannen usw. In einem einheitlichen Interieur werden die Erinnerungen der Zunft der Tataer Stiefelmacher vorgestellt, eine festliche Zusammenkunft mit all ihren Zubehören: mit der geöffneten Truhe der Zunft, mit dem Stempel und Kanne und Gläsern, aber auf dem Tisch ist das Meisterstück eines Gesellen, ein Stiefelchen zu sehen. Neben dem Interieur zeigen wir die neu restaurierten kirchlichen Fahnen der Stiefelmacher und Kürschner.

 

Das Leben der Adeligen im 18. Jahrhundert

Tata war das Gutszentrum der Familie Esterházy, sein Schloss wurde in den 1760er Jahren erbaut. Die einstige aristokratische Präsenz wird durch Interieurs mit zeitgenössischen Möbeln und Gemälden veranschaulicht. Hauptdarsteller unserer Ausstellung sind Ziergegenstände und Gebrauchsgeschirre aus der Fayencemanufaktur des Tataer Guts, die nicht in Vitrinen, sondern in ihrer ursprünglichen Sphäre, z.B. auf einem gedeckten Tisch erscheinen.

Von den Produkten der Tataer Fayencefabrik kann man hier die berühmten Krebsteller, die Ziergegenstände in Form eines Tabernakelschranks finden und auch andere plastisch geformte Geschirre mit täuschendem Äußeren z.B.: Kohlschale, Papageiflasche). Im Ausstellungsraum können die Besucher auch andere aristokratische, kuriose Stücke finden, wie z.B. die Giebelfigur einer Galeere in Form eines Engels.